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UNAB­DING­BAR FÜR DEN BUSI­NESS­ER­FOLG ODER VER­SCHWEN­DE­TE ZEIT?

Es beschäf­tigt immer noch fast jedes Unter­neh­men: die sozia­len Medi­en als Dilem­ma. Der Trend der Zeit gibt vor, dabei sein zu müs­sen, um dazu­zu­ge­hö­ren. Wel­che Platt­form ist die rich­ti­ge? Set­ze ich auf orga­ni­sches Wachs­tum oder neh­me ich die Abkür­zung über bezahl­te Ads? Wie­viel Zeit inves­tie­re ich für Con­tent Crea­ti­on? Und immer wie­der kom­men Zwei­fel auf, ob sich das über­haupt lohnt.

Ein digi­ta­ler Dschun­gel von Fra­gen, auf den wir einen klei­nen Blick wer­fen wol­len. Für das Beleuch­ten unter­schied­li­cher Sei­ten, für kein Rich­tig oder Falsch, son­dern für den Aus­tausch.

ONLINE-MAR­KE­TING ALS WICH­TI­GES ELE­MENT IM MAR­KE­TING-MIX

Eins ist sicher: Social Media ist neben News­let­tern der Platz­hirsch im Online-Mar­ke­ting. Und das nicht ohne Grund, denn die Vor­tei­le lie­gen auf der Hand: Eine gut geplan­te Kam­pa­gne oder lang­fris­ti­ge orga­ni­sche Akti­vi­tät kann eine gro­ße Reich­wei­te erzie­len. Das bedeu­tet im bes­ten Fall neue Kun­den, mit Sicher­heit aber den Auf­bau einer inter­es­sier­ten Com­mu­ni­ty.
Dank schlau­er Sta­tis­tik- und Ana­ly­se­tools braucht es auch kein Mathe­ge­nie, um her­aus­zu­fin­den, wie sich die Reich­wei­te ent­wi­ckelt oder wel­che Posts und Inhal­te am bes­ten ankom­men. Kun­den­sup­port? Auch das lässt sich über diver­se Platt­for­men abbil­den und wird von vie­len gro­ßen Unter­neh­men ger­ne genutzt, denn – es lässt sich her­vor­ra­gend öffent­lich zei­gen, wie guter Ser­vice aus­sieht.

Dass Emp­feh­lun­gen Gold wert sind, haben nicht nur die Net­work-Mar­ke­ting-Unter­neh­men erkannt. Über Insta­gram & Co. las­sen sich mit­tels Hash­tags, geteil­ten Inhal­ten, Kom­men­ta­ren sowie Ver­lin­kun­gen in Blogs Pro­duk­te oder Unter­neh­men kin­der­leicht wei­ter­emp­feh­len und kön­nen so die Kas­se rich­tig klin­geln las­sen.

Gute Mit­ar­bei­ter zu fin­den ist eine Her­aus­for­de­rung gewor­den und der Fach­kräf­te­man­gel tut sein Übri­ges. War­um also nicht den öffent­li­chen Auf­tritt und die Inter­ak­ti­on mit der Com­mu­ni­ty nut­zen, um ein gutes Image zu pro­du­zie­ren? Prä­senz zei­gen, offe­ne Stel­len bewer­ben und qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal gewin­nen, wer’s nicht nutzt, selbst schuld.

ALSO LET’S GO…ODER?

Moment, ein­fach mal anfan­gen und drauf los pos­ten bringt sel­ten den gewünsch­ten Effekt. Vie­le Fra­gen wol­len vor­her beant­wor­tet wer­den. Vom ver­folg­ten Mar­ke­ting­ziel, der Ziel­grup­pe und der dar­aus fol­gen­den Stra­te­gie gibt es viel zu klä­ren. Aber ist das wirk­lich so? Oder sind vie­le Erfol­ge doch zufäl­lig und wenig plan­bar? Zählt am Ende viel­leicht doch nur, wie­viel Geld man da rein­steckt? Und by the way, weil es gefühlt alle machen, muss das nicht hei­ßen, dass es auch für dein Unter­neh­men der rich­ti­ge Weg ist.

Con­tent Crea­ti­on, die­ser Begriff ist zu einem Zau­ber­wort auf­ge­stie­gen. Und damit ein neu­er Job, der Con­tent Crea­tor. In den Anfän­gen noch mil­de belä­chelt, hat sich die­se Spe­zi­es zwi­schen­zeit­lich ihre Aner­ken­nung ver­dient, denn – Inhal­te zu gene­rie­ren ist rich­tig viel Arbeit. Es braucht Krea­ti­vi­tät, Zeit (viiiii­iel Zeit), tech­ni­sche Raf­fi­nes­se, Talent zum Tex­ten und es braucht Hin­ge­bung, um nicht zu sagen LIE­BE. Manch einer, der anfangs vol­ler Moti­va­ti­on star­te­te und Bei­trag um Bei­trag ver­öf­fent­lich­te, dem ging wenig spä­ter die Pus­te aus und er ver­sack­te im Loch der aus­ge­gan­ge­nen Ideen.

Wer Erfolg haben will, muss gute Inhal­te bie­ten. Der Leser will unter­hal­ten wer­den. Mit unauf­halt­sam stei­gen­der Nut­zung von Social Media, immer neu­en For­ma­ten und sich end­los ändern­den Algo­rith­men gilt es, sich durch den abso­lu­ten Mehr­wert her­vor­zu­he­ben. Wie der aus­sieht? Das liegt im Auge des Betrach­ters. Wer meint, hier nur fach­lich punk­ten zu kön­nen, kann auch schnell dane­ben­lie­gen und fest­stel­len, dass die Nut­zer mehr Per­sön­li­ches sehen wol­len.

Es braucht also viel Ein­satz und vor allem einen lan­gen Atem, um auf Social Media erfolg­reich zu sein. Doch auch eine Por­ti­on Glück gehört dazu sowie gutes Timing und das Talent, den Zahn der Zeit zu tref­fen. Und bit­te nicht ver­ges­sen, nach der Pfei­fe der ent­spre­chen­den Platt­form zu tan­zen. Haus­re­geln gibt’s nicht nur in Clubs. 😊

DIE WICH­TI­GE UND EWI­GE FRA­GE NACH DER WAHL DER RICH­TI­GEN PLATT­FORM

Insta­gram ist in aller Mun­de, Lin­ke­dIn soll unum­gäng­lich für Unter­neh­men sein und an Face­book bewahr­hei­tet es sich mal wie­der, dass Tot­ge­sag­te län­ger leben. Tik­Tok ist für die Youngsters…und was ist mit X, Flickr und Twitch? Wir geben kei­ne Garan­tie auf Voll­stän­dig­keit, denn auch wir stel­len uns regel­mä­ßig die Fra­ge, wel­che Sozia­len Medi­en denn nun für uns die rich­ti­gen sind.
Wofür inves­tie­ren wir unse­re Zeit? Die Fra­ge aller Fra­gen ist nicht leicht beant­wor­tet, denn jede Platt­form funk­tio­niert anders, bie­tet ande­re Vor­tei­le (und auch Nach­tei­le) und erreicht ein ande­res Publi­kum. Und gefühlt kommt da auch stän­dig etwas Neu­es dazu oder ändert sei­nen Namen. Wie soll man da noch durch­bli­cken?

Apro­pos Neu­es, schon mal was von Blues­ky gehört? Ja, ein Him­mel so blau wie an Som­mer­ta­gen am Mit­tel­meer. So ist die Idee, denn Blues­ky soll Dezen­tra­li­sie­rung bie­ten. Was bedeu­tet das? Es bedeu­tet qua­si Frei­heit, denn anders als bei den gän­gi­gen Platt­for­men sol­len Pro­fil, Kon­tak­te und Daten nicht zen­tral vor­han­den und bei Umzug zu ande­re Sozia­len Medi­en ver­lo­ren sein, son­dern mit­ge­nom­men wer­den kön­nen. Wie ein Kof­fer, mit dem du ein­fach durch ver­schie­de­ne Netz­wer­ke rei­sen kannst, und das mit ähn­li­chen Funk­tio­nen wie gewohnt: pos­ten, liken, tei­len. Der blaue Him­mel schafft somit ein wesent­li­ches Unter­schei­dungs­merk­mal.
Seit Febru­ar 2023 gibt es die­se App, die sich gera­de in der Beta-Pha­se befin­det. Für alle Nicht-Com­pu­ter­freaks: Das bedeu­tet, dass vor­erst noch eine rela­tiv klei­ne Anzahl an Nut­zern die Platt­form tes­ten darf. So kön­nen Bugs beho­ben und Ser­ver­ka­pa­zi­tä­ten getes­tet wer­den.

Aber Ach­tung, es gibt da noch eine klit­ze­klei­ne, nicht unwich­ti­ge Klei­nig­keit. Blues­ky ist exklu­siv und nur über Ein­la­dung zu betre­ten. Eine Vor­ge­hens­wei­se, die laut Betrei­bern gewählt wur­de, um Miss­brauch vor­zu­beu­gen. Aber könn­te es auch sein, dass es ein­fach der Reiz des Exklu­si­ven ist, der den blau­en Him­mel noch begeh­rens­wer­ter machen soll? Wer weiß. Bei die­sem Gedan­ken poppt eine schwa­che Erin­ne­rung auf: Club­house. Erin­nert ihr euch? Vol­ler Erwar­tung und hoch­ge­lobt hielt sich die­ser Stern am App-Him­mel letzt­end­lich nicht lan­ge.

Wir war­ten ab. Und sind gespannt. Ob sich Blues­ky zwi­schen Poten­zi­al und Plei­te in der Welt der Social Media Apps behaup­ten kön­nen wird. Was denkt ihr? Könn­te das tat­säch­lich der Game­ch­an­ger sein?