Lese­dau­er: ca. 5 Minu­ten

WAR­UM DU GERA­DE IN KRI­SEN­ZEI­TEN NICHT UNSICHT­BAR SEIN SOLL­TEST

Kri­sen­zei­ten: Die Märk­te schwan­ken, Bud­gets wer­den gekürzt, und das kol­lek­ti­ve Gefühl von „Lass uns erst­mal abwar­ten“ brei­tet sich aus. Klingt ver­traut, oder? In sol­chen Momen­ten set­zen vie­le Unter­neh­men den Rot­stift als ers­tes bei der Wer­bung an – “Das kön­nen wir doch spä­ter nach­ho­len!” Aber mal ehr­lich: Was nützt die bes­te Idee oder das cools­te Pro­dukt, wenn kei­ner davon erfährt? Genau – nix.

Der Spruch „Wer nicht wirbt, der stirbt“ ist nicht nur eine schi­cke Flos­kel, son­dern knall­har­te Wahr­heit. Und war­um das gera­de in Kri­sen­zei­ten gilt? Lass uns mal einen Blick dar­auf wer­fen.

SICHT­BAR­KEIT IST ÜBER­LE­BENS­KUNST: Wenn’s drau­ßen rau wird, suchen die Men­schen nach einem siche­ren Hafen – und genau das kannst du sein. Dei­ne Kun­den wol­len Sta­bi­li­tät und jeman­den, der sagt: „Hey, ich bin noch da und ich hab, was du brauchst!“ Wer­bung sorgt dafür, dass du sicht­bar bleibst und nicht in der Mas­se ver­schwin­dest. Denn, mal ehr­lich: Wer erin­nert sich noch an die Mar­ke, die ein­fach abtaucht, sobald es schwie­rig wird? Eben.

DIE KON­KUR­RENZ SCHLÄFT – DEI­NE CHAN­CE, ZU GLÄN­ZEN: In Kri­sen­zei­ten schal­ten vie­le auf Spar­flam­me. Das ist dei­ne Gele­gen­heit, rich­tig auf­zu­fal­len! Weni­ger Kon­kur­renz bedeu­tet: Güns­ti­ge­re Wer­be­prei­se und mehr Auf­merk­sam­keit für dich. Es ist wie im Club, wenn plötz­lich alle zur Bar stür­men und du als Ein­zi­ger noch auf der Tanz­flä­che bist – alle Augen auf dich!

MAR­KEN­BIN­DUNG – DER LANG­ZEIT-BOOS­TER: Kri­sen kom­men und gehen – aber wer in schwe­ren Zei­ten an der Sei­te sei­ner Kun­den steht, bleibt in Erin­ne­rung. Wenn die Lage sich beru­higt, den­ken die Men­schen zuerst an die Mar­ke, die sicht­bar war, als der Rest schwei­gend in Deckung gegan­gen ist. Lang­fris­tig gese­hen macht sich jede inves­tier­te Wer­be­eu­ro hier dop­pelt und drei­fach bezahlt.

WAR­UM ES GEFÄHR­LICH IST, AUF WER­BUNG ZU VER­ZICH­TEN

DU WIRST VER­GES­SEN: Rich­tig, aus den Augen, aus dem Sinn. Wer nicht da ist, wird ersetzt – von dei­nem Wett­be­wer­ber.

WIE­DER­AUF­BAU KOS­TET RICH­TIG KOH­LE: Nach einer Kri­se wie­der sicht­bar zu wer­den, ist wie ein Come­back im Sport – nur teu­rer.

DU WIRKST UNSI­CHER: Schwei­gen wird oft als Schwä­che oder Insta­bi­li­tät wahr­ge­nom­men. „Haben die schon dicht­ge­macht?“, fragt sich dann der Kun­de.

SO WIRBST DU CLE­VER IN DER KRI­SE (UND MACHST ES BES­SER ALS DIE ANDE­REN)

1. SPRICH DIE PRO­BLE­ME DEI­NER ZIEL­GRUP­PE AN: Kri­sen­zei­ten ändern Prio­ri­tä­ten. Dei­ne Kun­den haben ande­re Sor­gen – fin­de her­aus, was sie jetzt wirk­lich brau­chen, und bie­te ihnen eine Lösung. Am bes­ten authen­tisch, ehr­lich und mit einem Schuss Empa­thie.

2. SET­ZE AUF DIGI­TA­LE KANÄ­LE: Social Media, Such­ma­schi­nen­wer­bung, E‑Mails – all das kos­tet oft weni­ger, als man denkt, und erreicht dei­ne Ziel­grup­pe direkt. Per­fekt, um mit schlan­ken Bud­gets effek­tiv zu sein.

3. ZEIG PER­SÖN­LICH­KEIT: In der Kri­se mögen die Men­schen Mar­ken, die sich mensch­lich zei­gen. Sei sym­pa­thisch, bleib locker und mach klar, dass du den Ernst der Lage ver­stehst – aber trotz­dem Opti­mis­mus ver­sprühst. Nie­mand will die Mar­ke, die mit Gra­bes­stim­me über ihre Ange­bo­te spricht.

4. INVES­TIE­RE IN INHAL­TE: Con­tent-Mar­ke­ting und SEO wir­ken lang­fris­tig, sind kos­ten­ef­fi­zi­ent und brin­gen dich immer wie­der ins Gespräch. Schrei­be Blog­ar­ti­kel (wie die­sen hier!) oder pro­du­zie­re Vide­os, die Mehr­wert lie­fern.

KRI­SEN ALS CHAN­CE: DAS HABEN DIE GROS­SEN VOR­GE­MACHT

Ein Klas­si­ker aus der Wer­be­ge­schich­te: Wäh­rend der Welt­wirt­schafts­kri­se der 1930er zog Proc­ter & Gam­ble nicht die Wer­be­pau­sen-Kar­te. Statt­des­sen leg­ten sie erst rich­tig los, spon­sor­ten Radio­sen­dun­gen und bau­ten Mar­ken wie „Ivo­ry Soap“ aus – heu­te kennt sie jeder.

Oder McDonald’s wäh­rend der Finanz­kri­se 2008: Wäh­rend die Kon­kur­renz ner­vös wur­de, lan­cier­te McDonald’s neue Ange­bo­te und mach­te Wer­bung. Ergeb­nis? Sie gin­gen gestärkt aus der Kri­se her­vor, wäh­rend ande­re die Rote Kar­te beka­men.

Und die Moral von der Geschicht‘? Wer in schwie­ri­gen Zei­ten wirbt, bleibt nicht nur im Spiel – er gewinnt oft sogar.

FAZIT: WER­BUNG RET­TET LEBEN – NAJA, ZUMIN­DEST DEIN BUSI­NESS

Klar, Kri­sen kön­nen hart sein. Aber das bedeu­tet nicht, dass du dich ver­ste­cken soll­test. Im Gegen­teil! Bleib sicht­bar, nut­ze die Gunst der Stun­de und zeig, dass du auch in schwie­ri­gen Pha­sen ein ver­läss­li­cher Part­ner bist. Dei­ne Kun­den wer­den es dir dan­ken – mit Ver­trau­en, Treue und Käu­fen.

Also, ver­giss den Rot­stift und fang an, krea­tiv zu wer­den. Schließ­lich willst du doch nicht, dass man dich irgend­wann fragt: „Du? Gab’s euch nicht mal?“